Franziska Henschel: MITGEFÜHL UND OHNE

Premiere

Franziska Henschel und Ensemble

Tanzendes Theaterstück * ab 5 Jahren

Für Menschen, die gern oder auch nie über Gefühle reden wollen mit Tanz, Klang, Worten & Gebärden

Freitag, 29. November um 10 Uhr
Samstag, 30 November um 16 Uhr
Sonntag, 01. Dezember um 16 Uhr

Wie geht es Dir? Schnell oder langsam? Aufrecht oder gebückt? Was hat Gehen mit Fühlen zu tun, Hören mit Tasten, und Schmecken mit Schwingen? Sind Gefühle essbar oder gibt es auch giftige? Eine spielerische Expedition mit tastbaren Objekten, sichtbaren Gebärden und vibrierender Musik für alle wachsenden und erwachsenen Gefühlsforscher*innen.

Ein theatraler Grundkurs in Empathie, der unbedingt auf die Liste der verschreibungswürdigen Veranstaltungen des Kinderarzt- Projekts „Theater auf Rezept“ gehört.

Elena Philipp in Berliner Morgenpost, vom 01.10.2019

Eine Stückentwicklung zu Gefühlen oder Gefühltem und den Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Die Regisseurin Franziska Henschel lädt Expert*innen verschiedenster künstlerischer Herkunft und Expertise zur gemeinsamen Forschung ein. Gemeinsam mit der Tänzerin und Choreografin Lea Martini, dem Dramaturg und Choreograf Dennis Deter und der Gebärden lernenden Performerin Camilla Vetters entstehen Bewegung, Bilder und Geschichten über die Seltsamkeiten des Fühlens. Die bildende Künstlerin Lynn Pook, Expertin für audio-taktile Installationen baut für das Stück tastbare Forschungsobjekte und verändert den Raum so, dass Klänge und die Musik des Komponisten Boris Hauf auch körperlich erfahrbar werden.

Für alle, die sich für Kommunikation im Allgemeinen und für die Benennung und Beschreibung von Gefühlen und Gefühltem im Speziellen interessieren. Mitgefühl und Ohne. Mit Gehör und Ohne. Mit Kind und Ohne.

Konzept und Regie: Franziska Henschel, Co-Choreografie und Performance: Lea Martini, Dennis Deter, Camilla Vetters, Komposition und Livemusik: Boris Hauf, Raum & Objekte und Kostüm: Lynn Pook, Assistenz Raum und Kostüm: Belinda Masur, Dramaturgie: Gabi dan Droste, Licht: Stefan Neumann, Audiotechnischer Support: Wolfgang Graßhoff / lautsprecher-berlin, Dank an: Andrew Canal
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Berliner Morgenpost, 01.10.2019 von Elena Philipp

Zitronen sind sauer, Kresse ist breit
„Mitgefühl und ohne“ von Franziska Henschel ist die erste Eigenproduktion des neuen Schöeberger Feld Theaters für junges Publikum

In nasse Kresse fassen: Wie fühlt sich das an? Grün oder blau, schnell oder langsam, hoch oder tief? Und wie geht es dir: unsicher trippelnd oder fröhlich hüpfend? Sprache wörtlich und Gefühle ernst nehmen Franziska Henschel und ihr vierköpfiges Ensemble in „Mitgefühl und ohne“. Die erste Eigenproduktion des neuen Feld Theaters für junges Publikum hatte am Sonntagnachmittag Premiere – und zeigt aufs Schönste, mit welchem Programm das neue Team am Winterfeldtplatz angetreten ist.

Hölzerne Fühlboxen, in denen wässrig-kühle Kresse wächst oder feuchter Ton ausgestrichen ist, werden zu „Gefühlen“, die ausgewählte junge Zuschauer ertasten und beschreiben dürfen. Genau hören die vier Performer ihnen zu, wiederholen das Beschriebene – „ich hab das so verstanden“ – und übersetzen es in ihre jeweilige Kunstform. Ein schnelles, ekliges, breites Gefühl tanzt Lea Martini mit wilden Handbewegungen und einem sich langsam ausstreckenden Arm, während sie in den Halbspagat sinkt. Camilla Vetters, die Gefühltes und Gesagtes aus dem Publikum und auf der Bühne in Gebärdensprache übersetzt, verzieht angewidert ihr Gesicht, schließlich war die beschriebene Tastempfindung richtig eklig. Dennis Deter wiederum schnappt sich ein Paar Babyschuhe aus dem Fundus mit Requisiten, trippelt rasant auf die Bühne und zieht die Schühchen dann sacht über den Boden. Erst schnell, dann ganz breit klingt auch, was Musiker Boris Hauf seinem Baritonsaxofon entlockt.
Skurril, fantasievoll und oft sehr lustig ist, was die Combo von „Mitgefühl und ohne“ auf allen Sinnesebenen improvisiert. Bei den „Gefühlsgebern“ auf den Zuschauerbänken versichern sie sich: „Passt’s? Oder hast du einen Verbesserungsvorschlag?“

Ein theatraler Grundkurs in Empathie, der unbedingt auf die Liste der verschreibungswürdigen Veranstaltungen des Kinderarzt- Projekts „Theater auf Rezept“ gehört.

Ergebnisoffen ist die Erforschung von Gefühlen und Sinneseindrücken. Einbezogen wird von den Performern auch die sie umgebende materielle Welt: Was empfindet eine Leiter? Dennis Deter lehnt sich steif und großäugig an die Wand. Oder ein Ventilator? Wild wirbeln Lea Martinis Arme durch die Luft. Aufmunternd besingt Dennis Deter eine saure und darob verstummte Zitrone, die keine Reaktion zeigt. Lea Martini gibt ihr einen vorsichtigen Schubs und kullert neben der gelben Frucht herum, während sich Camilla Vetters mit traurigem, ja depressivem Gesichtsausdruck neben einer Zitrusfrucht auf dem Fensterbrett zusammenrollt. Einfühlung kennt hier keine Grenzen.
Nach der Show dürfen die Zuschauer alle Boxen befühlen und ihre Impressionen mit Kreide auf eine Papierbahn zeichnen. Die Aufführungssituation löst sich auf in zwangloses Zusammensein.

Freuen dürften sich darüber die Feld-Macher, Gabi dan Droste, Susanne Beyer und Martin Nachbar, die vor einem knappen Jahr äußerst kurzfristig den Zuschlag für ihr Konzept erhielten, nachdem die Vorgängerinstitution, die Hans Wurst Nachfahren, aus dem Theaterbusiness gedrängt worden sein soll. Scheiden tut weh, und doch tut der Wandel wohl: Das Feld könnte ein wegweisender Ort werden für ein zeitgenössi-sches, die Künste ebenso wie die Generationen übergreifendes junges Theater.

Turbo Pascal: Die Paten

von Turbo Pascal

*** Theater ab 12 Jahre bzw. Jahrgangsstufe 7 – 13 *** in und mit deutscher und türkischer Sprache *** Turbo Pascal bietet auf Anfrage Nachbereitungs-Workshops im Anschluss einer Vorstellung an.

Für Menschen, die über Herkunft und Familie auf türkisch und auch deutsch sprechen und zuhören möchten

Montag, 04. November um 10:00 und um 15:00 Uhr

Donnerstag, 28. November um 10:00 und um 18:00 Uhr

Freitag, 29. November um 18:00 Uhr
mit Publikumsgespräch (Theaterscoutings)

Montag, 16. Dezember 2019 um 10:00 Uhr

Dienstag, 17. Dezember 2019 um 10:00 Uhr
Dienstag, 17. Dezember 2019 um 14:00 Uhr

Sie kommen aus unterschiedlichen Familien mit anderen Regeln und Gesetzen – und sind sich am Ende vielleicht doch viel ähnlicher als gedacht. Frank, 38, Theatermacher, und Alper, 17, Schüler, wohnen beide in Kreuzkölln und haben sich zufällig kennengelernt. Die Leidenschaft für Coppolas Film-Trilogie „Der Pate“ verbindet sie, aber ihre Blicke darauf sind extrem unterschiedlich. Auf der Bühne verhandeln sie, was die Filme mit ihrem Leben zu tun haben und streiten über Rollen- und Besetzungsfragen: Wer von beiden würde den besseren Paten abgeben? Welche Rolle spielen Familie, Geld, Aufstiegschancen? Und wer hat Erfahrung mit mafiösen Strukturen und parallelen Gesellschaften? Möglicherweise, vielleicht aber auch nie, werden sich die beiden auf der Bühne um einen kleinen Gefallen bitten.

Mal reinschauen …

Am 29. November findet im Anschluss eine Publikumsdiskussion mit Theaterscoutings statt. Zu den Theaterscouts

Regie: Frank Oberhäußer, Eva Plischke, Margret Schütz, Alper Yildiz, mit: Alper Yildiz, Frank Oberhäußer, im Video: Schüler*innen der Hector-Peterson-Oberschule, Musik: Friedrich Greiling, Video: Paula Reissig, Produktionsleitung: Marit Buchmeier, Lisanne Grotz, Fotos: Milan Benak. Eine Produktion von Turbo Pascal gefördert durch den Berliner Projekfonds Kulturelle Bildung. Gefördert durch die Wiederaufnahmeförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Schneekönigin

von Theater Miamou

*** Nach einem Märchen von Hans Chris an Andersen*** ab 5 Jahren***

Für Frostbeulen

Sonntag, 24. November um 16:00 Uhr

Dienstag, 26. November um 10:00 Uhr
keine Vorstellung um 15 Uhr

Mittwoch, 27. November um 10:00 Uhr

Täglich spielen Kay und Gerda auf ihrer Dachterrasse, bis eines Tages ein Splitter in Kay’s Auge fährt – und ihn verändert. Die gemeinsamen Spielen langweilen ihn jetzt und nichts ist ihm mehr gut genug. So verfällt er der Schneekönigin, die ihn mitnimmt in ihr eisiges Schloss hoch im Norden. Zu Hause wird Kay vermisst und schließlich für tot erklärt, doch Gerda gibt nicht auf und geht los, ihn zu suchen: Eine Reise voller Überraschungen und Hindernissen und zugleich eine Geschichte über die Kraft einer großen Freundschaft .

„Mirjam Hesse reichen ein paar Utensilien, um die Geschichte der Schneekönigin faszinierend zu erzählen. Atemlose Spannung.“

Süddeutsche Zeitung


Szenografie und Spiel: Mirjam Hesse, Regie: Enno Podehl, Fotos: Theater Miamou . Eine Produktion des Theater Miamou.

Die Weihnachtsgans Auguste

von die Artisanen

***Eine turbulente Weihnachtsgeschichte frei nach Friedrich Wolf*** ab 4 Jahren

Für Menschen, die jetzt noch nicht wissen, was sie an Heiligabend kochen sollen. Oder essen wollen

Donnerstag, 21. November um 15:00 Uhr

Freitag, 22. November um 10:00 Uhr

Samstag, 23. November um 16:00 Uhr

Der Kammersänger Ludwig Löwenhaupt kauft eine lebendige Gans, die am Weihnachtsabend mit Rotkraut und gedünsteten Äpfeln auf den Tisch kommen soll. Bis dahin soll die Gans in einer Kiste im Kartoffelkeller ihr Quartier haben. Die Kinder Peter und Ellie versorgen die Gans und taufen sie Auguste (Gustje). Der kleine Peter besteht sogar darauf, dass Auguste im Kinderzimmer schlafen darf, und nimmt sie heimlich mit ins Bett. Als der Vater kurz vor Weihnachten Auguste in den Gänsehimmel schicken will, schreit nicht nur die Gans Zeter und Mordio.

Für ihre Stücke nutzen die artisanen Formen des Objekt- und Materialtheaters genauso wie Elemente aus Schauspiel und Performance, bildender Kunst und Musik, um eigene Theaterformen zu entwickeln.

Konzeption: Artisanen, Regie: Wiebke Alphei, Spiel und Puppenbau: Inga Schmidt, Stefan Spitzer, Animationsfilm: Thurit Antonia Kremer, Musik: Inga Schmidt, Bühnenbild: Stefan Spitzer, Puppenkostüm und Schneiderei: Nicole Reinbold, Sabine Strelecky, Aufführungsrechte: Henschel – Schauspiel Verlag Berlin, Fotos: Sandra Hermannsen. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Schaubude Berlin, USCHI nation

Die Wortfängerin

von Theater 7Schuh Sabine Kolbe

***Performatives Sprachspiel und Erzähltheater*** ab 5 Jahren***

Für Sprachspielerinnen, Wortwitzereißer und Schnickschnacks

Montag, 11. November um 15:00 Uhr

Dienstag, 12. November um 10:00 Uhr

Wenn sich auf scheinbar chaotische Weise Texte von Morgenstern, Fühmann, Jandl, Petri, Brecht, Zungenbrecher. Abzählreime, Kinderlieder und Nonsens aneinanderreihen, dann hat man es mit Sabine Kolbe zu tun, die ihre Vorleserolle aus ErzählZeit verlassen hat und sta dessen mit viel Körpereinsatz und ganz wenigen Requisiten die Lebendigkeit der kompliziertesten Satzkonstruktionen auf die Bühne bringt. Ottos Mops trifft den Mops in der Küche, das ,,K(I)eine Und“ findet seinen Platz und lechts und rinks wird man danach garantiert nicht mehr velwechsern.

Idee und Spiel: Sabine Kolbe, Bühne und Regie: Marianne Fritz. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.

Ercklentz Neumann

PLAY DATE Konzert

***inklusives Familienkonzert***

Für Zuhörer*innen, Groß und Klein, und alle, die es etwas experimenteller mögen

Samstag, 09. November um 16:00 Uhr
(Einlass ab 15:00 Uhr)

Das zweite Play Date im FELD präsentiert das elektro-akustische Duo Ercklentz Neumann. In verschiedenen Formationen (N.E.W., Asteroseismology, Contagious, TriTop) forschen die beiden Musikerinnen bereits seit Ende der 90er Jahre nach der Poesie in Geräusch und Lärm. Experimentelle Instrumentalklänge in Verbindung mit analoger Elektronik treffen auf Alltagsgeräusche unter der Lupe extremer elektronischer Verstärkung. Die Eigendynamik ihrer Maschinen wird dabei bewusst genutzt, um neue Strukturen zu generieren.

Sabine Ercklentz (Trompete, Electronics)
Andrea Neumann (Innenklavier, Electronics)

Viele Kinder, eine Band und für alle Menschen eine Chance, gemeinsam Musik live zu erleben.
Bei PLAY DATE präsentieren wir Konzerte verschiedener Stilrichtungen für Musikbegeisterte jeden Alters, ob mit oder ohne sichtbarer oder unsichtbarer Beeinträchtigung. Garantiert ist neben richtig guter Musik eine entspannte Atmosphäre, bei der wir versuchen, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und wo alle auf ihre Kosten kommen.
Für sensible Ohren wird Gehörschutz bereitgestellt, Rolli-Fahrer*innen erhalten Betreuung, auf Sehbeeinträchtigte wird eingegangen. Jede Art von Besonderheit ist hier willkommen.
Musik für wirklich Alle, solange sie Spaß daran haben!

Konzept: Boris Hauf
Gefördert durch: Musicboard Berlin GmbH

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