FELDspiele Ein Festival zwischen den Generationen

14. September 2019, 15:00

 

Mit Stelzenlaufen, Trampolinspringen und der FELD-Küche eröffnen wir das Festival auf dem Platz vor dem Theater. Ihr seid herzlich eingeladen!

 

Das Jahr 2019 hat viel Bemerkenswertes hervorgebracht, darunter Menschen wie Greta Thunberg, die Fridays-for-Future-Demonstrationen und Rezos berühmtes Youtube-Video: Jüngere fordern von den Älteren mit gesellschaftlicher Gestaltungsmacht mehr Zusammenarbeit. Die nicht nur angemessenen Reaktionen sind bekannt. Zentral ist hier die Frage, wie die Anliegen unterschiedlicher Generationen miteinander in Kommunikation kommen können, und wie daraus statt eines widerstreitenden ein spielerischer und produktiver Austausch entstehen kann.

Die erste Ausgabe des Festivals FELDspielewidmet sich dieser Frage und will Dialoge zwischen den Generationen schaffen. Dazu versammelt es Arbeiten aus Berlin und aus Europa, die sich während acht Tagen auf die eine oder andere Weise mit altersoffener Kooperation auseinandersetzen. So werden neben vielen anderen Künstler*innen Todosch Schlopsnies und Federica Teti mit Kindern der Freien Schule Schöneberg die Feldküchebauen, eine Koch- und Essinstallation auf dem Vorplatz des Theaters. Der Belgier Seppe Baeyens wird mit seinem altersgemischten Ensemble das Publikum in seinem Tanzstück Inviteddazu einladen, mitzumachen. Die in Berlin ansässige und preisgekrönte Community-Dance-Choreographien Jo Parkes wird mit ihren vier männlichen Performern zwischen 10 und 80 Jahren die Bande zwischen den Generationen zeigen. Und Britt Hatzius wird Kinder Erwachsenen, deren Augen verbunden sind, einen Kinofilm beschreiben lassen.

Gemein ist allen diesen Arbeiten ihre aktionsorientierte, performative und forschende Haltung: Sie sprechen mehrere Sinne zugleich an und geben Raum für eigene Antworten und Assoziationen. Die Künstler*innen scheuen dabei keine Unwägbarkeit und keine Art von Material. Und sie tun dies im Dialog und im Austausch mit dem jungen und alten Publikum, das seine je eigene Expertise einbringt und mitforscht.

Damit macht das Festival geballt, was wir von FELD – Zentrale für junge Performancewichtig finden, wenn wir das Jahresprogramm unseres Spielortes gestalten: Kommunikation stiften zwischen Jung und Alt, zwischen Kunst-Profis und Amateuren, zwischen dem Theater und der Stadt. Wir tun dies mit einer Mischung aus Workshops, Performances und längerfristigen partizipativen Projekten. Das Publikum ist eingeladen, mit all seinen Sinnen und mit all seinen vernetzten Intelligenzen teilzuhaben und, besser noch, teilzunehmen an künstlerischen und damit auch an kulturellen und an gesellschaftlichen Entwicklungen heute.

 

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