Farbfelder

FARBFELDER ist ein Projekt an den Schnittstellen von Natur, Darstellenden  Künsten, Klangforschung, Bildender Kunst und dem urbanen Raum. Es verknüpft die uralte Technik der Farbgewinnung aus Pflanzen und deren künstlerischer Verarbeitung mit den performativen Mitteln des Theaters wie der Nutzung des öffentlichen Raums für Aktionen.

Färberpflanzen

Bei der Arbeit mit Färberpflanzen (Färbergärten) geht es um die umweltschonende Gewinnung von Naturfarben. Mit diesen können die Kinder selbst malen, spielen und frei experimentieren. Im Rahmen des Projekts können die Kinder Materialien und Objekte einfärben, welche in der späteren Abschlusspräsentation wieder auftauchen. 

Zu Beginn des Projekts, versuchen die Kinder mittels eines Sinnesparcours den pflanzlichen Rohstoffen näher zu kommen: Welche Farbe können wir erkennen? Wie fühlt sich die Pflanze an und wie riecht sie? Erinnert sie uns an etwas Bestimmtes aus unserem Alltag?

Projekttage und Selbsterfahrung

An mehreren Projekttagen haben die Kinder die Möglichkeit sich mit den Farben auszuprobieren, um dann selbstständig zu entscheiden, ob sie an der darauffolgenden Intensivphase teilnehmen.

Die Kinder werden zum eigenen Tun/Ausprobieren ermuntert. Sie sollen in ihrem eigenen Erleben bestärkt werden und ihre Selbstwirksamkeit erfahren. Besonderen Wert legen wir auf die gegenseitige Akzeptanz der Schüler*innen untereinander und die gleichberechtigte Teilhabe.

Dank der Verknüpfung verschiedener künstlerischer Tätigkeiten wechseln die Einheiten zwischen energetischen und ruhigen Phasen. 

Spielen

Wie heißt du? Was ist deine Lieblingsfarbe? Wo an deiner Kleidung ist welche Farbe? Trägst du deine Lieblingsfarbe?

Die Kinder lernen sich durch Namens- und Farbspiele kennen. Sie haben Spaß an der neuen Interpretation von alten Spielen:

„Mein rechter rechter Platz ist leer, Ich wünsche mir ein Blau her.“ Obstsalat mit Farben! Ein Farbwürfel wird hin- und her gerollt.

Klangfaden.

Klangwelten

Neben dem Experimentieren mit Färberpflanzen, tauchen die Kinder auch in die Welt der Klänge ein. Einstieg für den Umgang mit der bildenden und ästhetischen Gestaltung von Klängen ist die Sensibilisierung des Hörens.

Mit verbundenen Augen lernen die Kinder Stille, wie auch Geräusche neu zu hören. Wir machen einen Sound-Spaziergang durch die Nachbarschaft und nähern uns spielerisch Alltags- und Naturgeräuschen. Diese Sensibilisierung dient als Ausgangspunkt für die Herstellung eigener Klangfäden für die Abschlusspräsentation.

Die Abschlusspräsentation

Für die Abschlusspräsentation werden die Farbbahnen und Klangfäden im Theaterraum aufgehängt, weitere Instrumente werden im Raum verteilt. Der Raum wird so zur Bühne. Die Schüler*innen können zunächst alle Klangelemente ausprobieren, um sich im Anschluss für eines zu entscheiden. Nach einer Begrüßung des Publikums führen die Kinder eine „Ohrenmassage“ bei ihren Gäst*innen durch. Ohne die Ohren zu berühren, schmeicheln die Kinder ihrem/ihrer Lauschpartner*in mit sanften Klängen und einer Mischung aus nahen und entfernten Geräuschen. Alle Kinder sind aufmerksam und entspannt.

Mit den Instrumenten geben die Kinder ein Konzert. In einer finalen Abschlussrunde erzählen sie von ihren persönlichen Erlebnissen im Projekt.


Beteiligte und Texte:
Anna Maria Mintsi-Scholze, Gabi dan Droste, Stefan Weber, Kerstin Wiehe
Fotos: Anna Maria Mintsi-Scholze, Stefan Weber, Kerstin Wiehe

Eine Kooperation mit Schüler*innen der Spreewaldgrundschule, Kulturkontakte.e.V., sevengardens Berlin und FELD Theater für junges Publikum.

FARBFELDER ist gefördert durch den Bundesverband freie darstellende Künste im Rahmen des Programms »tanz + theater machen stark/ Kultur macht Stark – Bündnisse für Bildung Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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