Idee und Geschichte

FELD ist ein künstlerischer Ort für Kommunikation.

Wir sind Künstler*innen, die mit euch kreative Ideen einfangen, querdenken und inmitten unserer Theaterlandschaft vielfältige künstlerische FELDfrüchte säen und ernten wollen. Wir begreifen unsere Arbeit in FELD als gleichberechtigten Dialog mit Menschen, die aus Berlin kommen oder neu in der Stadt sind. Zusammen mit Kindern, Nachbar*innen, Senior*innen, Marktbesucher*innen vom Winterfeldtplatz arbeiten wir künstlerisch zu lebendigen, alltagsrelevanten Themen. Eure unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründe, Hoffnungen und Pläne fließen in den kreativen Arbeitsprozess ein und werden ihn greifbar und vital machen. Kinder können Inszenierungen nicht nur anschauen, sondern auch in Workshops selbst tätig werden. Kunst kann als Begegnung mit anderen und sich selbst erfahren werden. Wir verankern uns im Kiez und sind gleichzeitig international vernetzt. Die aus diesem Spannungsfeld entstehende Dynamik ist unser ArbeitsFELD.

FELD ist ein Ort für Alle.

Durch sein offenes, vielfältiges Menschenbild kreiert FELD Theater für alle. Die Stücke, die wir zeigen und unsere Haus-Produktionen für junges Publikum haben oft auch mit der Lebenswelt von Erwachsenen zu tun. Wir verbinden Generationen und lernen voneinander. Wir machen Theater schon für die Allerkleinsten. Zum Beispiel mit dem Projekt >Feldmäuse auf Wanderschaft<. Künstler*innen bringen kleine Kreative in Partner-Kitas im Schöneberger Norden in Kontakt mit künstlerischen Darstellungsformen. Spiel und Tanz mit Schauspieler*innen und Tänzer*innen sind die Brosamen für kleine Kinder, die sich auf den Weg machen, Theater-leben zu entdecken. Theater für alle! Mit der Inszenierung >mitgefühl und ohne< sprechen wir zum Beispiel Kinder mit und ohne Hörbeeinträchtigung an. Ein erster Schritt hin zu einem selbstverständlichen Miteinander, den wir in Zukunft weiter ausbauen möchten. Auf kreativem Boden gelingt das spielerisch und vergnüglich! Unser intergeneratives und internationales Arbeiten wie auch unsere partizipativen Projekte basieren auf dem Wunsch, inklusiv zu arbeiten.

FELD ist eine Plattform für Künstler*innen.

Künstler*innen zeigen und entwickeln Produktionen, die auf freiem FELD entstehen. Gemeinsam mit anderen Künstler*innen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt können sie zusammen forschen und ungewöhnliche Formate und Spielarten entwickeln. FELD arbeitet interdisziplinär und offen; unser Schwerpunkt liegt dabei auf den performativen Künsten. Wir verstehen uns als Ort der künstlerischen Forschung für Spiel, Tanz und Musik. Objekte und Figuren aus verschiedenen Kunst-Materialien und Nichtkunst-Materialien, die auf dem besten FELDweg sind, zu solchen zu werden, gehören ebenso zum FELDexperimentier-Equipment.  

FELD verortet sich im Spannungsfeld von Kunst und Natur in der Stadtgesellschaft.

Wir greifen Themen wie Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Zukunft auf und bearbeiten sie künstlerisch. Wir möchten die Wahrnehmung für das Leben in der Stadtnatur, einen sanften Umgang mit Pflanzen und Tieren und das Interesse für Nachhaltigkeit mit ästhetischen Mitteln bereichern. Mit der gleichen Achtsamkeit wie für das Geschehen auf der Bühne durch einen Park gehen, den Hinterhof am eigenen Wohnort begrünen und Bienen anlocken. Wir wollen mit euch aufmerksam ins FELD gehen und mit neuen Ideen herauskommen!

GESCHICHTE DES HAUSES

Im September 1993 fand die Eröffnung des neuen Theaters am Winterfeldtplatz im Bezirk Schöneberg statt. Das Puppentheater-Ensemble Hans Wurst Nachfahren von Siegfried Heinzmann, Barbara Kilian und Manfred Wegner betrieb das Haus bis 2018 und gab Gastspiele bei nationalen und internationalen Festivals in Bochum, Erlangen, Graz, Hohnstein und Daressalam. Seit 2002 kooperierten die Hans Wurst Nachfahren mit der Spreewald-Grundschule als Partnerschule, seit 2003 mit dem Kooperationsprojekt der Kulturellen Bildung TUSCH (Theater und Schule). Die Gruppe zeigte ihre letzte Vorstellung am 3. Juni 2018. Nach dem Verkauf an einen privaten Besitzer drohte 2018 die Schließung des Hauses als öffentlicher Kulturort. Doch die Schöneberger Bürgerinitiative setzte sich tatkräftig für den Weiterbetrieb ein. Nach Verhandlungen mit dem Eigentümer gelang es dem Berliner Senat, das Haus für 5 Jahre erhalten zu können. Der Senat folgte am 5. Oktober 2018 der Empfehlung einer vierköpfigen Fachjury, Gabi dan Droste & Team mit der weiteren Bespielung des Hauses zu betreuen. Am 15. Dezember 2018 wurden die Türen des FELD Theaters für junges Publikum geöffnet und der Neubeginn zusammen mit der Bürgerinitiative gefeiert! 

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