Blind Cinema

Britt Hatzius

Workshop für Kinder ab 8 Jahren
& Filmvorführung für Erwachsene

Für Flüsterer und Filmbegeisterte

Samstag, 21. September
von 13 – 16 Uhr: Workshop im FELD
um 18 : Vorführung im
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Sonntag, 22. September
von 11 – 14 Uhr: Workshop im FELD
um 16 Uhr: Vorführung im
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

In der Dunkelheit eines Kinosaals sitzen Erwachsene, das Publikum, mit verbundenen Augen. In jeder zweiten Sitzreihe, direkt hinter ihnen, befinden sich Kinder, die mit gedämpften Stimmen und mithilfe eines Sprechrohrs einen Film beschreiben, den nur sie sehen können. Blind Cinema ist die Zusammenarbeit und ein phantasievoller Akt zwischen sehenden Kindern und nicht sehenden Erwachsenen.

Vor jeder Vorführung findet für die teilnehmenden Kinder ein 3-stündiger Workshop statt. Hier erfahren sie, was es bedeutet, nicht zu sehen. Sie lernen, sich in die Lage der Erwachsenen mit verbundenen Augen zu versetzen. Darüber hinaus beinhaltet der Workshop Übungen zur Beschreibung von Bildern und Videos.

Eine scheinbar einfache Aufgabe und die Möglichkeit, dass Kinder sich wirklich ausprobieren, scheitern und glänzen können, machen Blind Cinema zu einer wunderbaren Begegnung mit einem sich entwickelnden Verstand. Hanna Sullivan

Konzept und künstlerische Leitung: Britt Hatzius
Dramaturgie: Ant Hampton
Film: Britt Hatzius, Simon Arazi, Boris Belay, Maxim Design & Produktion (Augenbinden & Flüstervorrichtungen): Britt Hatzius, Maria Koerkel, Gert Aertsen
Produktionsleitung: Katja Timmerberg
Eine Koproduktion von Vooruit (Ghent), Beursschouwburg (Brussels) and Bronks Theatre (Brussels).

memory lane von zirkusmaria entfällt

Anstelle der Vorstellung laden wir Sie sehr herzlich zu einer Schnupperstunde in Gebärdensprache und zur Sinneswahrnehmung ein:

Zusammen mit Anka Böttcher und Jan Kress könnt ihr euch eine Stunde lang ohne gesprochene Worte austauschen. Wie geht das? Jan und Anka verständigen sich mit Gebärdensprache: Sie erzählen mit Gesten, Bewegungen und Mimik.
In EINSTIEG INS BILD tauchen wir zusammen in einen lautlosen Raum ein und lernen wie das geht, nicht zu hören und zu quatschen, sondern mit Gebärden zu sehen und zu reden.

Freitag, 20. September um 19 Uhr

EINSTIEG INS BILD – Gebärdensprache kennenlernen

Mut und Gnade

Jenny Coogan und ArtRose

Tanz * 45 Minuten

Für große und kleine Entdecker*innen

Donnerstag, 19. September um 19 Uhr
Freitag, 20. September um 10 Uhr

„Es war schön immer wieder von vorne Anfangen-Müssen, aber auch Anfangen-Können.“
Ausgehend von diesem Zitat der Tanzpionieren Mary Wigman macht sich die Gruppe ArtRose auf in das Abenteuer des Loslassens und Neuanfangens. Sie stellen sich in unterschiedlichen Tanzimprovisationen dem Ungewissen und zeigen, wie sie im Tanz ihre Furcht davor überwinden und Neues schaffen können.
Live begleitet von den Improvisationen der Violinistin Veronika Gropper schafft das Ensemble so Raum für eine verkörperte Resonanz, in der die einzelnen Tänzer*innen ganz eigene Impulse setzen und sich gegenseitig unterstützen können.

Das Besondere an ArtRose ist, dass hier eine Gruppe von Tanzamateuren im Alter 60+ auf der Bühne steht. Auf Initiative von Jenny Coogan, Professorin für zeitgenössischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, trifft sich die  Gruppe seit 2011 wöchentlich, um gemeinsam ihre Vielfalt an Gedanken, Wissen, Kultur und persönlicher Identität in und durch Bewegung zu würdigen. Am Donnerstagabend zeigt die Gruppe das volle Stück für ein erwachsenes Publikum.

Am Freitagmorgen zeigen sie Kita-Kindern eine Auswahl ihrer Lieblingsszenen und laden sie anschließend zu einem gemeinsamen Tanzworkshop ein.

Konzeption, Inszenierung und künstlerische Leitung: Jenny Coogan
Tanz von und mit: Tanja Braumann, Irene Braun, Jenny Coogan, Wilhelma Esche, Herta Hopf, Eckart König, Franziska Kusebauch, Gabriele Mägel, Renate Merker, Karin Preuß, Georg Saager, Ioanna Skokou, Anita Weber, Harald Weisswange, Ila ZimmerlingMusik: Sascha Mock (Originalkomposition), Nik Bärtsch, John Lurie
Live-Improvisation Violine: Aline Gropper
Bühnenbild, Kostüme: Djamilja Brandt, Hans Werner
Licht, Projektion, Requisite: Djamilja Brandt, Hans Werner, Jenny Coogan, Franziska Kusebauch (Stoffe)

Herzlichen Dank an: die Bürgerstiftung Dresden, Ronald Scheurich, und das Team der HfBK; die Palucca Hochschule für Tanz, Henning Merker, Massimo Gerardi, und an alle Tänzer*innen und Mitwirkende für ihren Mut und die Gnade, dass diese Produktion realisierte werden konnte. ‚Mut und Gnade‘ ist eine Produktion von ArtRose e.V. in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Unterstützt von der Bürgerstiftung Dresden aus Mittel der Barbara & Claus Heyde-Stiftung.

Papierstück

tanzfuchs Produktion

Musik und Tanz * 35 Minuten

Ein Tanzkonzert für alle Origami-Liebhaber*innen von 1-99 Jahren, die auch gerne mal Papier zerknüllen

Montag, 19. September um 10 Uhr
Dienstag, 20. September um 17 Uhr

Es knistert und raschelt, lässt sich falten, zerknüllen und zerreißen, es ist formbar und kann auch schneiden. Es gibt es in vielen Farben, Größen und Stärken. Meist wird darauf geschrieben und gedruckt, gemalt oder gebastelt: Papier.

Die Kölner Choreografin Barbara Fuchs wagt sich mit der Tänzerin Sonia Mota und dem Komponisten Jörg Ritzenhoff in den Papierdschungel. Mit Hilfe von Papier machen sie Veränderungen, Fremdeinflüsse und zeitliche Abläufe sichtbar: Papier „merkt“ sich jedes Falten, jeden Riss und jeden Schnitt. Und genau wie sich in Papier Spuren einschreiben, schreiben sich in unsere Körper Erlebnisse und Erfahrungen ein – durch Narben, Macken, Falten. Kaum jemand kann diesen erinnernden Körper besser verkörpern als die 70jährige Tänzerin Sonia Mota. Gemeinsam mit dem Musiker Jörg Ritzenhoff durchstreift sie den Papierdschungel, und sie erzählen mit live Sound und Bewegungen ihre Geschichten.

Das Stück ist ausgezeichnet mit dem Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis der SK Stiftung Kultur. Die Kompanie Tanzfuchs erhält seit diesem Jahr die Spitzenförderung des Landes NRW

Künstlerische Leitung: Barbara Fuchs
Tanz: Sonia Mota
Musik: Jörg Ritzenhoff
Bühne: Odile Foehl
Licht: Wolfgang Pütz
Dramaturgie: Henrike Kollmar
Assistenz: Emily Welther
PR: Kerstin Rosemann

Papierstück ist koproduziert durch das tanzhaus nrw im Rahmen von Take-off, das Kulturamt der Stadt Köln, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, den Fonds Darstellende Künste, die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes NRW. tanzfuchs PRODUKTION wird von der RheinEnergie Stiftung Kultur gefördert.

Propeller

Grotest Maru

Mobiles Stelzentheater

Für Vielflieger*innen und Traumtänzer*innen

Samstag, 14. September ab 15 Uhr

Das Festival eröffnet mit Grotest Marus neuester Produktion: einer zeitgenössischen, poetischen Interpretation des zeitlosen Traums der Menschheit die Schwerkraft zu überwinden, die Freiheit des Fliegens zu erfahren und neue Heimaten jenseits des Wohlbekannten und vielleicht nicht mehr lebenswerten zu entdecken.

Ein einsamer Poet ist verloren und auf der Suche nach Heimat. Da begegnet er den Piloten, die ihn in ihrem Flugzeug mitnehmen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, auf der Suche nach einem Zuhause. Diese vier Stelzencharaktere und ihr Lotse am Boden, sind dabei dem zeitlosen Traum der Menschheit verfallen: Sie wollen fliegen und neue Welten entdecken!
Sie wollen der Schwerkraft entkommen und eine neue Existenz jenseits der Wolken gründen. Auf ihrem Weg dorthin kämpfen sie allerdings mit einigen Hindernissen und komische Geschichten passieren … Sitzgurte angeschnallt und mitgeflogen!

Das mobile Stelzentheaterstück ist für alle Generationen konzipiert. Die Performer*innen suchen den direkten Kontakt mit dem Publikum, sie improvisieren mit den Zuschauer*innen und integrieren sie in interaktive Szenen.

Die Berliner Gruppe Grotest Maru kreiert seit Jahren Theater im öffentlichen Raum und tourt damit weltweit. Sie sind darauf spezialisiert, ortsspezifische Projekte zu entwickeln und arbeiten dabei u.a. mit Techniken des Stelzen- und Körpertheaters und des klassischen Clowns.

Künstlerische Leitung (Regie, Kostüme, Produktion): Ursula Maria Berzborn
Performer*innen: Catia de Almeida Santos, Clara Gracia, Esther Geyer, Sergio Goni Serrano, Axel Meyer, Jefferson Pereira da Silva, Joachim Villegas
Kreiert von: Grotest Maru Ensemble
Koproduziert von: ViaThea Festival, Görlitz (2019) & Children’s Theatre Festival, Xi’an, China (2018)

INVITED

Seppe Baeyens / Ultima Vez

Tanz / Performance * 60 Minuten

Für alle, die gerne mitten im Geschehen sind

Samstag, 14. September um 18:30 Uhr
Sonntag, 15.September um 11 Uhr

Nicht im FELD, sondern:
Die Weiße Rose, Martin-Luther-Straße 77, 10825 Berlin

Am Anfang setzen sich alle, die da sind, auf einen langen Schlauch. Das Licht geht aus. Als es langsam wieder angeht, stehen Menschen auf und beginnen, andere zum Tanzen einzuladen. Doch wer davon ist Performer*in und wer gehört zum Publikum?

Seppe Baeyens und sein Ensemble, das aus einer integrativen Gruppe professioneller und nicht-professioneller Performer*innen verschiedener Generationen besteht, sind auf der Suche nach einer sozialen Choreographie. Sie laden das Publikum ein, während der Vorstellung zu Mit-Autoren des Stückes zu werden. Zu treibender Livemusik stecken Baeyens und seine Leute das Publikum mit ihrer Lust und ihrem Mut an, im Mitmachen die Vorstellung mit zu erschaffen.

Herzerwärmend. Ein Applaus für den Tänzer in jedem von uns! BRUZZ

Künstlerische Leitung: Seppe Baeyens – in Zusammenarbeit mit dem Ensemble: Emile Van Puymbroeck, Luke De Bolle, Chisom Onyebueke Chinaedu, Leonie Van Begin, Rosa Boateng, Oihana Azpillaga, Ischa Beernaert, Esther Motvanya, Roel Faes, Trui De Mulder, Adnane Lamarti, Seppe Baeyens, Frank Brichau, Stephan Verlinden, Elisabeth Wolfs, Leon Gyselynck
Original Livemusik: Stef Heeren, Kwinten Mordijck, Karen Willems
Dramaturgie: Kristin Rogghe
Bühne & Licht: Ief Spincemaille
Kostüme: Lieve Meeussen
Bewegungsassistenz: German Jauregui
Künstlerische Beratung: Wim Vandekeybus
Technik: Tom De With

Produktion: Seppe Baeyens / Ultima Vez – in Koproduktion mit: Koninklijke Vlaamse Schouwburg (Brussels)
Mit der Unterstützung von: Tax Shelter measure of the Belgian Federal Government, Casa Kafka Pictures Tax Shelter empowered by Belfius. The scenography is inspired by ‘ROPE – Possibilities of Binding’ commissioned by N.O.W with the support of extrapole, Fabbrica Europa, Indisciplinar- te, Latitudes Contemporaines, Lókal, Mom/El Vivero, Trafó, wpZimmer. N.O.W. is co-funded by the Creative European Program of the European Union.
Ultima Vez wird gefördert durch: Flemish Authorities & the Flemish Community Commission of the Brussels Capital Region

Linked #1

Jo Parkes (Mobile Dance e.V.)

Ein Installationszyklus über das Altwerden, Loslassen, Vater sein, Sohn sein mit 4 Männern aus 4 Generationen * 4 x 60 Minuten

Für alle Enkel, Kinder, Eltern und Großeltern, die gerne mal weggehen und wiederkommen

Sonntag, 15. September 2019 von 12:30 Uhr bis 16:30 Uhr

In Linked #1 untersucht die preisgekrönte Choreografin Jo Parkes gemeinsam mit ihren Performern die Beziehung zwischen vier Generationen von Männern. Mit viel Gefühl beleuchten sie die Themen des Aufwachsens und Älterwerdens. Die Rollenwechsel für Großvater, Vater und Sohn und die daraus resultierenden Herausforderungen werden sichtbar. Die vier männlichen Performer spüren tanzend ihren Ängsten und ihren Verbindungen untereinander nach.

Was gibt eine Generation an die Nächste weiter? Wie bewusst ist das ‚Weitergeben‘ und wie verändert sich dies mit zunehmendem Alter? Wie erleben erwachsene Kinder den Rollenwechsel, wenn ein Elternteil älter wird? Wie lernen wir als Eltern und Kinder loszulassen? Welche Strategien helfen uns, mit Verlusten fertig zu werden? Welche Rolle spielt Migration in der Weitergabe einer Generation an die nächste? Welche Rolle spielt Frustration beim Altern? Und Angst? Und wie geben Väter die Vorstellung weiter, was es bedeutet, ein Mann zu sein?

Die Performance besteht aus einem ca. einstündigen Zyklus, der viermal wiederholt wird. Die Türen des Performanceraums bleiben geöffnet, der Ein- und Austritt ist jederzeit möglich.

Künstlerische Leitung: Jo Parkes
Von und mit: Oscar Foerster, Kaveh Ghaemi, Ludger Lamers and Colin McLean
Ein Mobile Dance Projekt gefördert von Tanzpfennig und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Nach einer Idee von Fiona Edwards und Jo Parkes

Tiger Lilien

Sanja Frühwald
VRUM Performing Arts Collective

Tanz * 70 Minuten

Für Grünschnäbel, Erfahrene und alle zwischendrin

Sonntag, 15. September um 17 Uhr
Montag, 16. September um 10 Uhr

Deutschlandpremiere

6 Frauen, 6 Alter, 6 Geschichten. Die Jüngste ist 9, die Älteste 80, dazwischen ein ganzes Leben. Was haben sie erlebt und was wartet noch auf sie? Sind sie alle eine Familie? Sind sie ein und dieselbe Person? Was möchte mein 9-jähriges Ich gern mein 40-jähriges Ich fragen? Welche Geschichte möchte ich von mir als alter Frau hören?

„Tiger Lilien“ sind wild und zart zugleich. Jung und alt. Unübersehbar. Sie suchen nach diesem speziellen, barfüßigen, weichen, rebellischen, starken, schwachen, emotionalen, mächtigen, leichten, lustigen, ernsten, intuitiven, wilden Mädchen, das irgendwo in allen Frauen steckt.

Im Anschluss an beide Aufführungen findet ein Gespräch mit der Choreografin statt.

[…] man freut sich, die große Bandbreite von Weiblich- und Körperlichkeit in Bewegung und im Zusammenspiel erlebt zu haben.
Junge Kritik

Konzept, Regie: Sanja Tropp Frühwald
Regie Assistenz: Jasmin Steffl
Dramaturgie: Till Frühwald
Musik: Imre Lichtenberger Bozoki
Ausstattung: Zdravka Ivandija Kirigin
Darstellerinnen: Adriana Cubides, Maria Farcher, Gat Goodovitch, Milena Leeb, Giordana Pascucci, Emma Wiederhold

Männer Tanzen

Martin Nachbar

Tanz * 35 Minuten

Ein bewegter Dialog für Pirouettendreher*innen, Breakdancer*innen und alle Menschen

Montag, 16. September um 14 Uhr
Dienstag, 17. September um 10 Uhr

In „Männer tanzen“ erzählen zwei Männer, wie sie als Heranwachsende angefangen haben zu tanzen und warum sie ihr Tanzen schließlich ernst genug genommen haben, daraus einen Beruf zu machen.

Ein Stück über Schüchternheit, Unterstützung und die Lust zu tanzen, und ein tanzender Dialog darüber, wie man Wünsche wahrmacht. „Männer tanzen“ könnte deshalb auch anders heißen: „Menschen tanzen“, zum Beispiel, oder „Leute in Bewegung“.

David Bloom, Martin Nachbar und Felix Marchand sind Tanzkünstler aus Berlin, die ihre Expertisen in unterschiedlichen Formaten und an unterschiedlichen Orten in der Welt mit verschiedenen Publika teilen.

Choreografie: Martin Nachbar und Felix Marchand
Tanz:  David Bloom und Felix Marchand
Dramaturgie/Assistenz:  Zoe Knights, Benjamin Pohlig und Gabi dan Droste
Kostümberatung: Erika del Pino

Eine Produktion von Tanzkomplizen – Tanz für junges Publikum

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