Cyborg School – Das Emotion Hacking Lab

Was haben wir vor? 

Alle Menschen fühlen. Unsere Gefühle beeinflussen, wie wir handeln, reagieren und miteinander umgehen. Doch oft ist schwer zu verstehen, was da im Körper gerade eigentlich passiert. 

Die Cyborg School schaut sich unsere Emotionen als ein System aus Signalen im Körper an. 

In einem performativen “Emotion Hacking Lab” bauen wir mit jungen Menschen Cyborg-Tools, die Emotionen sichtbar und hörbar machen. Bewegung wird zu Klang, Puls zu Licht, Stimme zu Visuals. Sensoren, Mikrofone und kleine Mini-Computer verbinden die Tools zu einem Netzwerk, in dem kollektive Emotionen die gemeinsame Umgebung verändern.

In drei Workshops schauen wir zusammen mit den jungen Teilnehmenden, was Gefühle sind, wieso sie unsichtbar sind und wann sie auf welche Weise sichtbar werden können.

Wir bauen eigene Emotion-Interfaces: einen Angst-Radar, einen Wut-Synthesizer, ein Euphorie-Spiel oder eine Beruhigungsmaschine. Körperzustände werden in Sound, Licht und Visuals übersetzt und verbinden sich zu einem gemeinsamen Netzwerk – Gefühle werden sichtbar gemacht.

Während der Residenz bauen wir ein Emotionen-Labor mit den Teilnehmenden. Wir werden mit Sensoren, Mikrofonen, Controllern, Licht und Visuals arbeiten. Die Gefühlsmaschinen werden von uns technisch vorbereitet und getestet, die Methodik finalisiert und gemeinsam werden passende Übungen aus der Theaterpädagogik ausgewählt – damit wir die Teilnehmenden möglichst schnell abholen und für ihre Gefühle begeistern können. 

Was hat es mit “unsichtbarer Gesundheit” auf sich und was haben wir damit zu tun? 

Wir alle haben Gefühle – die wenigsten sind sichtbar und wir behalten sie oft für uns. 

Stress, Angst, Überforderung zeigen sich körperlich, ohne klar benannt werden zu können. Für Kinder und Jugendliche gilt das erst recht: Sie spüren oft mehr, als sie ausdrücken können. 

Studien belegen, dass psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zunehmen – und trotzdem fehlen häufig die Räume, in denen diese Gefühle Platz haben dürfen. 

Wie fassen Kinder Unsichtbares in Worte? Brauchen wir Worte? Wie machen wir Unsichtbares sichtbar? Wie geben wir ihnen Raum dafür – aktiv, gemeinsam und auf eine Weise, die auch Spaß machen kann? 

Darstellende Kunst öffnet Räume, in denen Gefühle körperlich und nonverbal erfahren und verarbeitet werden – gemeinsam, ohne dass sie erst benannt werden müssen. 

Die Cyborg School versteht Emotionen als dynamisches Zusammenspiel von Körper, Umwelt und sozialen Beziehungen. Das Projekt verbindet Performance, Technologie und künstlerische Forschung. Wir schaffen einen Raum, in dem Kinder Emotionen als körperliche und soziale Prozesse erforschen können – ohne Bewertung und Pathologisierung. Unterschiedliche Wahrnehmungen und Bedeutungen von Emotionen und sensorische Bedürfnisse werden bewusst integriert und nicht bewertet. Gefühle dürfen existieren.

Was passiert am Schluss der Residenz?

Unser Abschluss-Format der Residenz wird am Sonntag, den 05.07. stattfinden. 

Das Studio wird zur Cyborg School

Die jungen Menschen präsentieren ihre Interfaces und aktivieren gemeinsam ein Netzwerk aus Sound, Licht und Visuals, welches das Publikum einlädt, den Emotionsraum gemeinsam zu erkunden. Die Atmosphäre im Raum verändert sich in Echtzeit – eine spielerische Performance zwischen Labor, Installation und Körperexperiment.

Wer macht das Projekt? 

Wir sind Nova und Catarina. 

Nova ist Medien- und Performancekünstler*in mit Schwerpunkt auf partizipativen Theaterformaten. They haben schon Projekte mit Kindern und Jugendlichen an Schulen geleitet (u. a. mit Anne Pretzsch, Kirsten Brehmer, Mila Moinzadeh), mit boikott ein immersives Kindertheaterprojekt am tfn realisiert und Nova gibt Workshops mit PENG! e.V. 

Catarina arbeitet seit 2020 als freiberufliche Künstlerin und Facilitatorin mit Schwerpunkt auf Inklusion & Barrierefreiheit. Ihre künstlerische Arbeit war im Roten Keil (Graz) zu sehen. Sie unterstützte freiberuflich Kampagnen-, Kurzfilm- und Jugendtheaterprojekte (mit PENG! e.V., boikott) und hat Projekte mit Kindern und Jugendlichen an Schulen in Zusammenarbeit mit Mila Moinzadeh geleitet. 

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