Viertel vor Nacht

Wenn die Nacht kommt, träumt man mit geschlossenen Augen … und manchmal auch mit offenen! Tanzt da etwa ein bunter Teppich? Was schwebt dort majestätisch über die Bühne wie eine Diva? Huscht da nicht ein kleines gelbes Etwas herum? … schüchtern, verwirrt, komisch, lustig und übermütig? Mit fabelhaften visuellen und akustischen Einfällen spielt das Duo florschütz & döhnert mit der Vorstellungskraft von kleinen und großen Menschen. Manchmal genügt ein Stück Stoff, um faszinierende Welten entstehen zu lassen, in denen absurde, erstaunlich lebendige und freiheitsliebende Wesen an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit zum Leben erweckt werden.

Fotos: Joachim Fleischer

Für unser neues Theaterstück begeben wir uns zwischen Tag und Nacht. Wir suchen diesen besonderen Raum, in dem sich Wirklichkeit und Traum vermischen. Zwischen Tag und Nacht verändert sich unsere Wahrnehmung. Abends hören und sehen wir anders als am Tag. Ich erinnere mich gut, wie ich als Kind abends im Bett lag und nicht gleich einschlafen konnte. Ich betrachtete die Vorhänge in meinem Zimmer und sah fantastische Wesen, die mit dem Luftzug in den Falten und Mustern des Vorhangs zum Leben erwachten. Dass die Fantasie fast nichts braucht, um in Gang zu kommen, ist kein Geheimnis. Der Stoff, aus dem der Vorhang gemacht ist, wird der „Stoff“ für eine Fantasie. Die Wahrnehmung befindet sich zwischen einem wachen und träumenden Zustand, wo sich das Reale und das Irreale, Logik und Unsinn vermischen. Zwischen Tag und Nacht träumen wir mit offenen Augen.

In „Viertel vor Nacht“ wird die Bühne zur Spielwiese für fantastische Erscheinungen. Melanie Florschütz und Michael Döhnert erschaffen mit fast nichts Fantasiewesen, in denen sich humorvoll Facetten ihrer eigenen Persönlichkeit spiegeln. Die beiden Spieler*innen überraschen sich mit immer wieder neuen Einfällen. Sie spielen sich gegenseitig Streiche wie in einem lustvollen Wettstreit, der von der gegenseitigen Bewunderung für die Ideen des Anderen getragen wird. Gemeinsam erschad das Duo einen leichten, tanzenden, klingenden und schillernden Raum, in dem alles möglich wird.

Michael Döhnert baut mit seiner Musik Imaginationsräume. In seinem Live-Gesang klingen Elemente von Jazz, Klassik, Pop etc., Soul der Sechziger und moderner Clubmusik an. Er singt, was ihm Spaß macht. Seine Kompositionen leben von der Wärme der menschlichen Stimme. Das ist Loopbasierte Vokal-Musik: Grooves treiben das Geschehen voran, musikalische Teppiche bereiten einen traumhaften sphärischen Raum und der Auftritt eines Fantasiewesens wird selbst zum musikalischen Akt. Zum Schluss kulminiert die Musik in einer ausgelassenen „Party“ zwischen Tag und Nacht, in der sich wie im Slapstick Wesen aller Art begegnen, die im Laufe des Stücks zum Leben erwacht sind.

Termine

26. September um 10 Uhr
27. September um 10 Uhr

STÜCKENTWICKLUNG: Michael Döhnert, Joachim Fleischer, Melanie Florschütz / KÜNSTLERISCHE BEGLEITUNG, LICHT: Joachim Fleischer / SPIEL, SZENOGRAFIE, OBJEKTE: Michael Döhnert, Melanie Florschütz / LIVE-MUSIK UND KOMPOSITION: Michael Döhnert / KOSTÜME: Adelheid Wieser

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Fonds Darstellende Künste im Programm Produktionsförderung aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit der Unterstützung der Companie ACTA im Rahmen des Residenzprogramms Pépite, unterstützt durch die Europäische Union.

In Koproduktion mit: Escher Theater, internationales figuren.theater.festival Erlangen, TAK Theater Liechtenstein, Nordland Visual Theatre.

Mit Unterstützung der Compagnie ACTA im Rahmen des Residenzprogramms Pépite, diese Residenz
wurde unterstützt durch die Europäische Union.

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