Weltenwandern

Auf ihren Reisen über Kontinente hinweg vollenden Zugvögel wahre Odysseen. In erstaunlichen Formationen legen sie tausende Kilometer zurück, trotzen Stürmen, überwinden Gebirge und Phasender Erschöpfung. Doch wie finden sie gemeinsam ihren Weg? Woher wissen sie, in welche Richtung sie fliegen müssen? Folgen sie den Sternen oder dem Mond? Rufen sie sich gegenseitig? Oder lernen sie die Navigation von ihren Eltern? Und wie orientieren sie sich in einem sich verändernden Klima?

Das Ensemble DieOrdnungDerDinge erblickt am Theaterhimmel die Flugrouten zahlreicher Zugvögel und beschäftigt sich in der Musik-Theater-Collage mit den Fähigkeiten, die man zu Lande, zu Wasser und in der Luft braucht, um in fernen Ländern anzukommen. Die vier Darsteller*innen greifen den Klang des Zwitscherns und Krächzens auf und machen mit den Vögeln Rast auf ihren unglaublichen Wegen in die Ferne. Sie werfen einen Blick auf die Migrationslinien ihrer eigenen Familien und begeben sich zurück auf die Spuren von Kranich, Nachtigall, Gans und Kuckuck: das Ensemble entdeckt den sechsten Sinn der Vögel, bestaunt ihre Anatomie und lässt sich von ihren Flugkünsten begeistern. Es entsteht eine Komposition aus barocken und zeitgenössischen Vogelklängen, Bildern und Geschichten über das beständige Wandern, das Mensch und Vogel zu verbinden scheint.

Das Ensemble DieOrdnungDerDinge hat sich auf die Entwicklung außergewöhnlicher Präsentationsformen für Neue Musik spezialisiert und dabei einen poetisch-humorvollen Stil gefunden, der intellektuell fordernd und zugleich sinnlich erfahrbar ist. DieOrdnungDerDinge geht für ihre Arbeit von einem erweiterten Musikbegriff aus und komponieren visuelle und akustische Aspekte gleichermaßen. Die Grenze zwischen musikalischer und szenischer Form ist fließend. Während der Zeit des Lockdowns entwickelte das Ensemble neue digitale Formate, die zeitgenössische Musik auch für ein breiteres Publikum zugänglicher machte.

Foto: Iñigo Giner Miranda

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Probeneinblicke für alle

Von und mit DieOrdnungDerDinge: Meriel Price (Perfomance, Saxophon), Cathrin Romeis (Perfomance, Cello), Vera Kardos (Perfomance, Geige), Iñigo Giner Miranda (Performance, Klavier) Künstlerische Leitung, Regie: Cathrin Romeis / Dramaturgie: Franziska Seeberg / Ausstattung: Àngela Ribera Adrover / Video: Quiet City, Daniela del Pomar / Regieassistenz: Tobias Felice / Technische Leitung, Licht: Stefan Neumann / Grafik: Gabi Altevers / Social Media: Enrique Anarte Lazo / Öffentlichkeitsarbeit: Nora Gores / Künstlerische Produktionsleitung: Ayako Toyama

Eine Produktion von DieOrdnungDerDinge in Koproduktion mit dem FELD Theater für junges Publikum. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, von Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten und Stipendium Musikalische Komposition der Baskischen Regierung. Unterstützung durch Kulturinitiative Förderband gGmbH. Medienpartner: taz