Ohren Sehen

Du befindest dich in einem urbanen Lebensraum, einer Stadt. Der warme Asphalt – das Make-Up der Stadt – pocht und vibriert. Deine Sinne sind wie feinfühlige Antennen. Du ertastest modrigen Erdboden, riechst farbigen Rauch und verbindest dich mit den Bewegungen der Wassermoleküle in der Luft. Mit gespitzten Ohren lauschst Du der städtischen Umgebung: Wer spricht da, aus den Verzweigungen der Kanalisation? Woher kommt die Sprache des Geheimnisses? Wieso erzittert die Luft? Und wer tanzt mit uns, auf nacktem Beton?

Ohren sehen (8+) ist nach Alle Augen Staunen (6+) Lea Moros zweite choreografische Arbeit für junges Publikum. Auf einer vielstimmigen Audio-Reise aus dem Theater hinaus begegnet das Publikum einer Reihe von Lebewesen, die für sich selbst sprechen. Das Stück bietet ein Orientierungssystem für blindes und sehbehindertes Publikum, so dass dieses sich selbstständig durch die Performance bewegen kann. Diese findet bei jedem Wetter statt, angemessene Kleidung wird benötigt. Ohren sehen schlägt das Zuhören als Modus eines verantwortungsvollen, kooperativen Zusammenlebens mit unserer Umwelt vor.

Fotos: Dieter Hartwig

DE – Barrierefreiheit – Ohren sehen

Die Performance hat integrierte auditive Elemente und punktuelle Audiobeschreibungen, die hörbare Orientierung für blindes und sehbehindertes Publikum bieten. Darüber hinaus gibt es vor Beginn des Stücks eine Tasteinführung und eine Begehung des Bühnenraum, außerdem gibt es Begleitpersonen im Außenbereich.

Das Publikum wird größtenteils außerhalb des Theaters geleitet. Die Route, die zurückgelegt wird ist je nach Veranstaltungsort unterschiedlich. Diese kann über Wiese, Kopfsteinpflaster, einzelne Stufen und Asphalt führen. Demnach ist die Rollstuhlzugänglichkeit je nach Umgebung gewährleistet oder nicht. Es wird längere Phasen geben, in denen gestanden werden muss. Sitzmöglichkeiten können zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird das Publikum gebeten, an einzelnen Stellen die Augen zu schließen und sich an einem Seil entlang zu bewegen. Das Publikum bekommt Anweisungen über Kopfhörer, die nicht in DGS oder leichte Sprache übersetzt werden.

Jede:r Zuschauer:in kann eigenständig dem Stück über Kopfhörer folgen, dies setzt voraus, dass man sich auch unabhängig von der Gruppe bewegen kann. Bei jedem Spielort werden spezifische Voraussetzungen zu Zugänglichkeit (Innen- und Außenraum) durch den Veranstaltungsort gesondert kommuniziert. Wir sind bedacht, räumliche Zugänge bestmöglich zu gewährleisten.

Für weitere Fragen und spezifische Bedürfnisse ist es möglich sich direkt an den Veranstaltungsort zu wenden.

ENG – Accessibility – ears to see

The performance has integrated auditory elements and selective audio descriptions (in German) that provide audible orientation for blind and visually impaired audiences. In addition, there is a tactile introduction and a walk-through of the stage space before the play begins, and there are assistances/staff in the outdoor area.

The performance will take place mostly outside. Depending on the venue, the route varies and may include moving on grass, cobblestones, a few steps and asphalt. Hence, the wheelchair accessibility depends on the surroundings and cannot be guaranteed in all cases. The performance also contains longer periods in which standing is required. Seating can be provided upon request. At certain points, the audience will be asked to close their eyes and move along a rope. The audience will receive instructions via headphones, which will not be translated into DGS or easy language.

Each member of the audience can follow the performance individually via headphones, which requires the ability to move independently of the group. For each venue, specific accessibility requirements (indoor and outdoor) will be communicated by the venue. We aim at ensuring spatial accessibility in the best possible way.

For further questions and specific needs, you are welcome to also contact the venue directly.

Konzept, Choreografie: Lea Moro / Dramaturgie, Skript: Moritz Frischkorn / Performance, Co-Choreografie: Sharón Mercado Nogales, Lea Moro, Julia Keren Turbahn, entwickelt in Zusammenarbeit mit Sophia Neises / Sounddesign: Andrés Bucci aka Future Legend / Kostüm- und Bühnenbild: Nina Krainer / Lichtdesign: Martin Beeretz / Künstlerische Mitarbeit Choreografie: Kiana Rezvani / Co-Komposition Songs: Jana Sotzko / Assistenz Kostüm: Molly McDonnell / Textbeiträge: Harriet von Froreich (Flechten), Ira Melkonyan (Wolken), Luisa Pardo (Schlange) / Sprecher:innen: Vernesa Berbo, Moritz Frischkorn, Lea Moro, Julia Pohl, Birte Schnöink / Gesang: Moritz Frischkorn, Sharón Mercado Nogales, Lea Moro, Sophia Neises / Audioaufnahmen, Mastering: studio lärm / Mastering Songs: Falk Andreas – Blank Room Audio / Technische Unterstützung Sound: Bátor Tóth / Dramaturgische Produktionsbegleitung (Tanzhaus Zürich): Simon Froehling / Audiodeskription Trailer: Emmilou Rößling, Silja Korn / Produktion, Management: Hélène Philippot / Touring: Mirjam Sadjak / Fotos: Dieter Hartwig, Angelique Preau  / Trailer: Nadja Krueger

Ohren sehen ist eine Produktion von explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum, einem Kooperationsprojekt von fabrik moves Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg, und Lea Moro. Explore dance wird gefördert durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie die Landeshauptstadt Potsdam und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Produktion entsteht in Koproduktion mit dem Tanzhaus Zürich und wird ebenfalls gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Elisabeth Weber Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung (SIS).

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.